Social-Media in den Sozial- und Geisteswissenschaften
Soziale Medien sind Werkzeuge der Kommunikation und der Vernetzung und vor allem der Wissenschaftskommunikation. Sie ermöglichen es Forschenden, aus ihren laufenden Projekten zu berichten, über Orts- und Zeitgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten und zu bestimmten Themen auf dem Laufenden zu bleiben. So können die sozialen Netzwerke zu einer Chance für Forschende werden, sich ein öffentliches Profil mit Expert*innenstatus und Haltung zu erarbeiten.
Wissenschaftskommunikation in sozialen Medien wird zum Beispiel für Sozialwissen-schaftler*innen immer relevanter, denn deren Forschungsergebnisse haben oft politische Konsequenzen und Einfluss auf gesellschaftliches Handeln. In den Geistes- und Kulturwissenschaften bieten soziale Medien die Chance, zu zeigen, wie die wissenschaftliche Arbeit funktioniert und welche Relevanz die beforschten Themenbereiche haben. Doch viele Forschende tun sich schwer, geeignete Inhalte ihrer Wissenschaft für soziale Medien zu identifizieren oder einen weiteren Aspekt zu bedienen: denn die Nutzenden in sozialen Netzwerken – anders als in wissenschaftlichen Studien – erwarten oft auch einen "persönlichen Touch" von den Autor*innen. Daraus entstehen vielleicht individuell Ängste (z.B. vor Übergriffen im Netz) oder fachliche Bedenken, wenn von einer textbasierten Fachkultur auf andere Erzählmedien gewechselt werden soll. Aber: Die sozialen Medien bieten vielfältige Formate, um Wissenschaft multimedial zu erzählen. Und an vielen Universitäten existieren mittlerweile Handreichungen und Hilfsangebote.
Zielgruppe:
Doktorandinnen*, Postdoktorandinnen*, (Junior-)Professorinnen*
Methodik:
"Flipped Classroom“: Lernmaterial wird vorab zur selbstgesteuerten Vorbereitung bereitgestellt. Dazu gehören auch vorbereitende reflektierende Aufgaben. (Zeitbedarf ca. 1-2 Zeitstunden). In der gemeinsamen Arbeitszeit (Online-Präsenz) wird deshalb ausschließlich praktisch und austauschbasiert gearbeitet: die Teilnehmerinnen erarbeiten in Einzel- und Gruppenübungen die Inhalte - Feedback und Austausch erfolgen unmittelbar und direkt.
Optionale Transferphase: Bis zu 10 Tage nach dem Workshop haben die Teilnehmerinnen Gelegenheit, weiter am Thema zu arbeiten und sich bei Fragen und Anliegen mit der Trainerin auszutauschen. Dies ist optional - die Teilnehmerinnen entscheiden, ob sie das Angebot nutzen möchten.
Ziele:
Die Teilnehmerinnen
- können entscheiden, welche sozialen Medien am besten zu ihren wissenschaftlichen Themen passen
- wissen, wie sie sich selbst Handwerkzeug für diese sozialen Medien erarbeiten können
- können für die auf dieser Basis ausgewählten sozialen Medien adressatenorientiert Beiträge vorbereiten.
Wann:
- Mittwoch, den 29.04.2026
- von 9:00 bis 13:30 Uhr
Format:
- Online-Workshop via Zoom
Referentin:
Bianca Sievert ist seit 2011 Mitinhaberin von beruf & leben GbR. Dort bietet sie Laufbahn- und Karriereberatung für Privatpersonen (Schwer-punkt Akademiker*innen) an und unterstützt beim gesamten Bewerbungsprozess.
Kontakt und Anmeldung: prowewin@uni-mainz.de