Praktiken der Menstrualität: Vorsorge, Fürsorge und verwehrte Sorge
Dienstag, 05.05.2026 | 12:15 | Hybrid Dr.in Sophie Bauer: Praktiken der Menstrualität: Vorsorge, Fürsorge und verwehrte Sorge
Menstruierende leisten alltäglich Vor- und Fürsorge und erfahren gleichzeitig, wie Sorge unsichtbar gehalten, eingeschränkt oder verwehrt wird. Mangelnde Infrastruktur, Stigmatisierung sowie diskriminierende Strukturen in der Gesundheitsversorgung prägen den Umgang mit Menstrualität und führen zu Ausschlüssen, die einen selbstbestimmten, gesundheitsfördernden und gerechten Umgang mit dem (nicht mehr) blutenden Körper verunmöglichen. Der Vortrag beleuchtet solche Praktiken der (Nicht-)Sorge und schlägt das Konzept der Menstrualität vor, um die Menstruation jenseits von Biologismen und Essentialisierung greifen zu können.
Dr. Sophie Bauer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ruhr-Uni Bochum. Sie interessiert sich für Geschlechter, Natur- und Technikverhältnissen im Kontext von Reproduktion und hat an der Goethe-Universität Frankfurt zu Menstrualität und Vergeschlechtlichung promoviert. Aktuell arbeitet sie an einem Postdoc-Projekt zu Affekten und ungewollter Schwangerschaft.
Sophie Bauer wird den Vortrag digital halten. Alle, die dem Vortrag nicht von einem eigenen Endgerät aus folgen können oder möchten, sind herzlich in die Rote Infobox eingeladen.
Die Veranstaltung ist Teil der Food for Thought Lunch Lectures, die die Stabsstelle Gleichstellung und Diversität im Sommersemester zu (queer-)feministischen Perspektiven auf Gesundheit in Kooperation mit dem Alle FLINTAReferat und dem QueerReferat des AstA organisiert.